B. Einladungen.

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38. Moritz ladet seinen Freund Denzamin zum Krebe- lenchten ein.

Gräfcnhayn, den 17. Juni 1847.

Mein guter Benjamin,

Gestern Hab ich vergessen, Dir zu sagen, daß morgen, als den 18. Juni abends, in unserem großen Erlenbachc nach Krebsen ge­leuchtet werden soll und daß ich Dich bitten wollte, zu mir zu kommen und dieses Vergnügen mit anzusehcn. Du weißt doäi, was cs heißt: Krebsleuchtcn gehen? O ja, ich habe Dir cs ja schon mündlich mehrmals ausführlich beschrieben. Hat Dir nun schon die einfache Beschreibung so viel Freude gemacht, wie viel größer wird erst Deine Freude sein, wenn Du dem Krcbslenchtcn selbst mit beiwohnen kannst! Darum komme, Freundchen, komme! Ich bin fest überzeugt. Du wirst später noch oft dieses herrlichen Vergnügens gedenken.

. In Liebe

Dein Moritz.

39. Nicht bestimmt zusagende Antwort aus den vorhergehenden Drics (Nr. 38).

Hintcrhayn, den 17. Juni 1847.

Thenerstcr Moritz,

Mit völliger Gewißheit kann ich es Dir nicht versprechen, ob ich morgen abends hinaus zu Dir kommen werde, um dem Krcbs- leuchten mit beizuwohuxu, so herzlich gern ich auch mit bei diesem Vergnügen wäre. Aber bei uns ist jetzt die Heuernte im vollen Gange, und da muß ich von früh vier Uhr an den ganzen Tag mit thätig sein. Fühle ich mich aber gegen Abend noch so kräftig, daß ich mir das Stündchen Weges bis zu Dir im Schncllschritte znrückznlegcn getraue, so werde ich doch noch erscheinen. Die Er- lanbniß dazu gibt mir mein guter Vater gewiß.

" Schlüßlich danke ich Dir recht vielmals für Deine liebevolle Einladung und nenne mich

Moritz Nentcr,

Deinen treuen Freund.