D. Anfragen; Erkundigungen.
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77. — Woldemar fragt bei Widar an, ob dieser feinen Kleinen Hund nicht in Nordheim gesehen habe; er fei gestern nach -er
Gegend hin fortgelaufen.
. Odenkirchen, am 11. Mai 1847.
Mein lieber Widar,
Du kennst doch unseren kleinen muntern Hund ganz genau? Denke Dir, dieser kleine Sausewind ist uns gestern fortgelaufen! Ich und mein Bruder gehen auf das Feld. Das Hündchen läuft uns nach. Da jagt es in einem Kornfelde einen Hasen auf und verfolgt ihn ganz hitzig. Wir rufen, pfeifen, jedoch umsonst! Hase und Hund sind uns endlich aus den Augen. Nun glaubten wir, der Hund werde bald wieder zurückkehren; doch wir irrten, denn er ist bis jetzt noch nicht wieder in unser Haus gekommen. Er nahm, den Hasen immer verfolgend, die Richtung nach N.... Nun glauben .wir, daß sich das Hündchen am Ende in N.... herum- treibt, und deshalb richtx ich die Anfrage an Dich, ob Dir vielleicht das Thier in Deinem Dorfe zu Gesichte gekommen ist. Sollte das der Fall sein, so würdest Du mir eine sehr große Gefälligkeit erzeigen, wenn Du mir sofort Nachricht znkemmen lassen wolltest.
Mein Bruder läßt Dich herzlich grüßen. Auch ich grüße Dich schönstens und nenne mich
Deinen Freund,
Woldemar.
78. — Natalie erkundiget sich nach dem Definden ihrer kranken
Freundin Nannette.
Osterwieth, den 10. Januar 1847.
Meine theuerste Nanettc,
Seit vier Tagen habe ich keine Nachricht über Dein Befinden, und doch weiß ich, daß Du krank darniederliegft! Wie groß daher mein Verlangen ist, etwas Bestimmtes über den Verlauf Deiner Krankheit zu erfahren, das kannst Du Dir leicht denken. Hoffentlich gehts wieder besser mit Dir. Um aber wegen Deines Zustandes möglichst ruhig sein zu können, ersuche ich Dich recht angelegentlich, mir doch ja recht bald wissen zu lassen, ob die Krankheit Fortschritte gemacht, oder ob sichs zur Besserung geneigt hat. Ich lebe der freudigen Hoffnung, das Letztere zu vernehmen, und bitte Dich nochmals um recht baldige Nachricht.
Mit steter Liebe
Deine
theilnchmcnde Freundin,
Natalie Zeis.

