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Wehklagen ausbrachen! Wie sie schwer seufzend ihrem Lehrer nachriefen, als derselbe fortgeführt wurde: o du unser guter Meister, o bester Vater, o unser liebevoller Herr! warum sind wir von Dir also getrennt? Warum haben wir also uns geflüchtet? ach! was sollen wir thun, und wo sotten wir hingehen?
Wie sie oftmals ihre Blicke hinrichteten und zusahen, ~ wie ihr Herr gebunden und grausam mißhandelt wurde! O wie oft warfen sie sich nieder auf die Erde, laut aufrufend und die Lüfte mit ihren Wehklagen erfüllend !
Erwäge dann noch ferner, meine liebe Schwester, was Maria, die zärtliche Mutter des Erlösers, hier hätte empfinden müssen, wenn sie anwesend gewesen wäre. Rede zu ihr, und sprich zu ihr im Innersten deines Herzens: Könntest du es doch nicht denken, wie dein lieber Sohn behandelt wird; o liebe Frau, ein schmerzlicher Tag wartet deiner morgen. Was wirst du wohl sagen, und was thun, wenn du sehen wirst, wie grausam man umgeht mit deinem Sohne? — O süßer Jesus! welches Herz wäre so hart, um nicht +
vor Schmerz und Mitleid zu zerfließen, wenn es gehö- '
rig überdenket, wie du sanftestes, reines und unschuldiges Lämmlein in Mitte der Wölfe Dich befindest. Wüthenden Hunden gleich bißen sie Dich von allen Seiten, und warfen um Deinen zarten Hals eine schwere Kette, fesselten mit Ungestümm Deine Hände, so daß das Blut hervorspritzte, und schleppten*Dich,
Dich schlagend, hin- und herzcrrend, Dich schändlich und bitterlich verhöhnend, zu Annas, und von dort

