Darin finden sie sich auch vollkommen befriedigt, weil nicht nur ihrer Fleischlichkeit, sondern auch ihren glühenden Leidenschaften lo sehr geschmeichelt ist, während das Christenthnm ihnen hierin geradezu entgegen wäre. Hiezu kommt noch, und darf keineswegs übersehen werden, daß sie in der Einheit ihres Allah, die sie mit voller Strenge festhalten- eine geistige Befriedigung zu haben glauben, welche sie ganz gleichgiltig macht gegen jede Vervollkommnung ihrer Religion, die sie vielmehr für die einzig wahre halten, während ihnen die Dreieinigkeit der Christen eine verwerfliche Dreigötterei ist, und die- Christen ihnen darum als Ungläubige gelten. Wie sollen sie von Ungläubigen den Glauben annehmen wollen? Sprechen die Christen von Offenbarung, — die höchste Offenbarung ist in Muhamed. Sprechen sie von Erlösung — Allah ist Allen gnädig, die ihn bekennen. Kommen sie mit Sittenlehren, — der Koran enthält das beßte Gesetz, lassen sie sich mit ihnen auf Unterredungen ein, die die Widersprüche des Koran aufvecken, — der Mensch kann die Tiefen desselben nicht ergründen.
Doch alle diese Hindernisse würden nicht hinreichen, um zu erklären, warum das Christenthum keinen Eingang finde bei diesen Völkern, wenn wir nicht hinzunehmen, daß Gott in seinen unerforschlichen Rathschlüssen diese Ungläubigen noch nicht mit seiner Gnade erleuchten wolle. Aber nur, „wen Er bekehrt, der wird bekehrt." Vielleicht, daß es Gott gefällt, in unfern Tagen, da der Stolz dieser Nationen immer mehr gebrochen und ihre innere Haltungslosigkeit ihnen offenbar wird, ihnen das Heil zu verleihen, obgleich das Verfahren der christlichen Mächte wenig geeignet ist, weder um das christliche Princip bei denselben in Ehre noch in Geltung zu bringen.

