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lebendige Kraft äußert, die Strahlen seines Lichtes in die Hutten der Armen wirft und die Herzen der Menschen umwandelt. Die Bibel nur kann Licht in solche Finsterniß, Trost in solchem Elende, Rettung aus solcher Versunkenheit bringen. Du glaubst es — und doch wolltest du noch stehen und nicht dazu mithelfen, daß dies theure und köstliche Buch unter deinen in Finsterniß wandelnden, in Armuth und Noth schmachtenden Mitmenschen verbreitet werde? Nein, nein! Dann rühme dich auch nicht, Christum erkannt zu haben; dann trägst du mit Unrecht den Christennamen; dann verletzest du die heiligste Liebespflicht. Aber es sei dir, als ob alle die Tausende, die auch in unserm Lande die geistige und leibliche Nabrung nur dürftig zugemessen erhalten, Gottes Wort nur in der Kirche hören, aber im Hause sich daraus nicht belehren, erquicken und trösten können, als ob sie zu dir die Hand ausstrecken, zu dir flehen: Komm und hilf! — als ob-die Hungernden, die Kranken, die Gedrückten, die Verfinsterten, die Ver- wahrloseten und welche Gestalt des menschlichen Elendes sie auch an sich tragen mögen,'von dir Hülfe, Hülfe baten. Das gehe dir zu Herzen. Da wirf ihnen nicht blos ein Almosen zu, ohne dich weiter um sie und um ihre Rettung zu kümmern. Suche gründlich zu helfen, indem du dem Uebel an die Würzet gehst; indem du dazu mit behülflich bist, daß das rechte, das beste, das reichste Heilmittel für alle solche Noth, das Bibelwort unter deinen Mitmenschen verbreitet wird. Ja! Erkenne, erkenne, daß die thatige Theilnahme an dem Werke der Bibelverbreitung auch für dich eine Liebespflicht ist, eine heilige Liebespflicht!
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Und endlich auch drittens eine Pflicht des Gehorsams!
Paulus hat das Gesicht, welches ihm in der Nacht erschien, als einen Wink des Herrn verstanden; des Herrn, der auch ihn zu seinem Eigenthum mit seinem Blme erkauft hat; des Herrn, den er als den Regenten des Weltalls und auch seines Lebens erkannt hat; des Herrn, der auch ihn einst richten wird. Sein Gewissen sagt es ihm: Wo Noth, wo Mangel ist, insbesondere aber geistige Noth unter den Glaubensgenossen (Gal. 6, 10), da will es dein Herr und Gott, daß du gehest und helfest. Weil er weiß, wozu Christus in die Welt gekommen ist, nämlich um zu suchen und zu retten, das da verloren ist, so weiß er auch: Das ist's vor Allem, was Christus den Seinen gebietet, Denen die sich von ihm schon gerettet wissen, daß, wo den Menschen das Gelleswort fehlt, das da rettet die Seelen und sie ruft und warnt vor den Wegen des Verderbens und ihnen zeigt den Weg des Lebens, — daß da jeder mit dazu beitragen soll, solchem Mangel

