II. Thl. Wortl. II. Abth. Wortbilvungslehre. 233

weis zu führen, daß dieselbe noch im Besitze eines Localis ist, hinsichtlich dessen wir auf die Satzlehre verweisen.

Beisp. Sansk. tschiraena, bei Tage; aarvatra, allenthalben; Goth. f'airra, thärei. Griech. dy$o- , auf dem Felde; aB-Jv^o-i , zu Athen; oikoi , zu Haud se; Lat. ruri, ilomi, humi-.

4) Modales Nebenwort, auf die Frage: wie?

Sansk. Griech. Latein. Goth. Altn.

tha, vat ojg -

Solche Endungen, durch welche unmittelbar von einem Hauptworte modale Nebenwörter abgeleitet würden, lassen sich in den meisten Sprachen nicht Nachweisen; denn zur Bezeichnung der Art und Weise gilt eine lebendige Fall­form, ursprünglich der Modalis, abgeleiteter Welse der Ab­lativ oder Dativ.

5) Nebenwort der Zeit auf die Frage: wann?

Da die Form des Temporalis und Localis in der Re­gel zusammenfällt, so wird zur Bezeichnung des Zeitpunk­tes der letztere Casus, wo er vorhanden ist, auch gesetzt, z. D. lud , vesperi. Sprachen, welchen der Local s abgeht, setzen diejenige Fallssnin, welche an seiner Stelle fungirt, das Lat. den Ab!., das Kriech, und Tsutsche den Genitiv.

B.

Ableitung des Nebenwortes von Beiwörtern.

Wenn das Beiwort, als das Bestimmungswort des Hauptwortes, zu einem Nebenwort, das gleichen Dienst bei dem Zeitworte hat, umgebildet wird; so bezeichnet der­selbe Begriff, der in der Form des Beiwortes als innere Eigenschaft des Dinges erschien, nun in der Gestalt des Nebenwortes die Art und Weise des Thuns oder Seins überhaupt. Wir würden daner das Beiwort nicht natür­licher und einfacher in ein Nebenwort umwandrln können, als so, daß wir es in den Modalis setzten, und das Wort Weise (Ncxlus etc.) hinzufügten, oder auch per ellip- sin verschwiegen. Durch diele einfache Betrachtung sind wir >n das Geheimniß des Sprachgeistes bei der Bildung des Nebenwortes eingeweiht: die Endungen sind nichts