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der Welt erworbenen Verdiensten wird leben muffen. Aber weil wir nicht heute sterben, so leben wir, als wenn unsere Lebensjahre ewig dauerten. Die Ungewißheit des Todes macht so Viele schläfrig, obwohl wir so viele Beweise schneller und plötz- licher Todesfälle haben. Erinnere dich, o christliche Seele! an jenen Thoren im Evangelium Luk. 12, 19.:Seele," sprach er,du hast dir viele Güter auf viele Jahre erworben, und trink nun, und laß dir wohl seyn; aber siehe, noch in selber Nacht wurde seine Seele von ihm gefordert." Ach! so sterben die meisten Menschen dahin. Der Erdboden ist ein großes Schlachtfeld, wo man täglich mit dem Feind zu kämpfen hat, heute sind wir glücklich von dem Treffen zurückgekommen, aber wir sahen, daß Leute in demselben geblieben sind. Morgen geht der Streit von Neuem an, und wer hat uns gesagt, daß auch morgen das Glück auf unserer Seite ist? und da wir einmal doch umkommen müssen, ist es wohl vernünftig, daß wir auf dem Orte, der bald unsere Begräbnißstätte wird, eine beständige Wohnung aufschlagen wollen? Herodes starb mitten unter den Lobeserhebungen seines Volkes. Es ist kein Schlaf, der uns nicht zu einem ewigen Schlafe führen könnte; Holo­fernes, der so viele Länder eroberte, wird mitten unter seinen Kriegsleuten von einem israelitischen Weibe getödtet. Es ist kein Laster, das nicht das Ende herbeiführen könnte; Simiri stirbt eines schändlichen Todes in den Zelten der midianitischen Weiber. Ja, cs ist kein Zustand des Lebens, wo