Christian Ernst 1 Christian Gottfried ! Arie-eriei. Christian Gottlob '
Bekanntlich spricht Göthe in seiner Selbstbiographie, da wo er sein Jugendleben in seiner Vaterstadt Frankfurt am Main schildert, auch von dem Unterricht im Klavierspielen, welcher ihm und seiner Schwester ertheilt worden sei, und erwähnt dabei des „Friederici in Gera, dessen Instrumente weit und breit berühmt waren" und daß auch für sein elterliches Haus ein „großer Friederici'scher Flügel" angeschafft worden sei, indem der mit der Göthe'schen Familie in enger Verbindung stehende Jnstitutsvorsteher Pfeil eine Anzahl dieser Instrumente in Commission gehabt habe.
Man erkennt daraus, wie groß der Ruf der Friederici- schen Instrumente bald nach der Mitte des vorigen Jahrhunderts gewesen sein muß, und es würde also sehr sonderbar erscheinen, wenn in einer „Gallerie berühmter und merkwürdiger Reußenländer" der Männer, deren Namen und Instrumente weit und breit einen so guten Klang hatten, keiner Erwähnung geschehe. Allerdings waren Christian Ernst und Christian Gottfried Friederici keine geborene Reußenländer, sondern hatten sich vielmehr aus ihrer Vaterstadt Merane nach Gera übersiedelt. Beide Brüder waren Meister in der Orgelbaukunst und der ältere ^ derselben ein Schüler des berühmten Silbermanns. Dieser

