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zu beschränkt, und wäre auch dieses nicht, es wäre mir doch nicht möglich; denn ein Bild, das so sichtbar die Hand des Allmächtigen gezeichnet, das die Liebe eines ganzen Volkes schaut, und die begeisterte Menschenbrust verkündet, läßt sich nie und nimmer in den Rahmen einer kurzen Rede schließen. Aber nur Eine Frage sei mir erlaubt. Wem hat denn Tirol die Verehrung seines heil. Schutzpatrons nächst Gott vorzugsweise zu verdanken? Ich antworte: Jenem Hause, dem Tirol seit fünfhundert Jahren mit unverbrüchlicher Treue angehört, mit dem es Freud und Leid so redlich theilte — dem frommen Hause Oesterreichs hast du es zu verdanken mein geliebtes Vaterland! Schon Kaiser Ferdinand III., vorzüglich aber Kaiser Leopold I. hat aus eine feierliche Weise sich selbst, sein ganzes Haus und seine Erbpro- vinzen unter den Schutz des heil. Josef gestellt, ja 1684 schrieb er an alle Großen und katholischen Fürsten des deutschen Reiches, sie möchten alle mit ihm den heil. Josef als Schutzpatron des römisch-deutschen Kaiserreichs erwählen. Eine lange Zeit ist seitdem verflossen, schwere Unglückstage sind gekommen, drängende Gewalt von Außen, Verrath von Innen, schienen sich die mörderische Hand zu reichen, um den Namen Oesterreichs auszustreichen aus den Tafeln der Geschichte. Mich selbst, mein Haus und meine Erbprovinzen stelle ich unter den Schutz des heil. Josef, so sprach vor fast 200 Jahren Oesterreichs Kaiser. Und wie hat dieser Heilige seinen Schutz bewiesen? Ich frage Sie bloß, was führte uns denn heute hieher in dieses heilige Gotteshaus, wo jeder Stein das Lob unseres Schutzpatrons verkündet? Was führt uns heute hinaus unter Gottes freien Himmel zu einem Fest fürs ganze Land? Zu Deiner Ehre will ich antworten, o großer Gott! im Namen des ganzen Volkes. Zu Deinem Lobe will es verkünden, o heiliger Schutzpatron, im Namen aller Männer von Tirol was die Bedeutung unseres heutigen Festes sei, für den

