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Ein leitnng.
mal bat ihn der Kaiser darum, dreimal schlug es der Landgraf ab, vorschützend, daß es ihm an Geld fehle, und daß er daheim bleiben müsse, um zu verhüten, daß sein Land durch die Anhänger des Herzogs Heinrich von Braunschweig Schaden erleide. Tief schmerzte den Kaiser diese Verachtung, und als er zu Regensburg ankam, fand er dort keinen einzigen Fürsten *) und nur sehr wenige Gesandtschaften. Sofort **) erließ er ein nochmaliges Ausschreiben, beklagte sich über jenes Wegbleiben, und führte den Fürsten zu Gemüthe, wie wesentlich der Zustand Deutschlands fordere, die Streitigkeiten wegen der Religion zu erledigen. Nun erschienen einige Fürsten, darunter Moritz von Sachsen, aber kein einziger von den schmalkaldischen Bundesverwandten.
Auf dem Reichstage zu Regensbury, den der Kaiser im Juni 1546 eröffnete, war derselbe anfangs noch bemüht, die streitigen Parteien zu versöhnen. Das war aber eine reine Unmöglichkeit, denn die katholischen Reichsstände verwiesen Alles auf das von dem Papste nach Trient berufene Concilium, während die Protestanten dasselbe für parteiisch erklärten, und ein »frei christlich Concilium deutscher Nation« verlangten. Da sonach in Negenö- burg, wo sich ohnehin weiter keine Fürsten einfanden, nicht zu Ende zu kommen war, beschloß Karl, mit dem Schwerte unter die Parteien zu schlagen, schickte eilig den Bischof von Trient nach Rom, und schloß ein förmliches Bündniß mit dem Papst gegen die Protestanten. Die Unterhandlungen aber, welche Karl mit den katholischen Fürsten Deutschlands pflog, fanden keinen Anklang; ja der Herzog Wilhelm von Baiern wollte kaum den kaiserlichen Truppen den Durchmarsch gestatten, geschweige auch nur einen Mann zu ihnen stoßen lassen.
*) Wenigstens keine protestantischen Fürsten, nnd ihnen gehörte die bei weitem größere Zahl der weltlichen Fürsten an.
**) 15. April 1546.

