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so Leben und Schicksale

Mitschülern nicht, und sie ahneten schon zum-voraus, > welches Glücks Bauerschubert am Ende des philosophi­schen Cursus, theilhaftig werden würde. Aber mitten j' in diesen frohen Erwartungen ging für unfern j jungen Helden ein Unstern auf. Er wurde gefährlich krank, j und weil er beym Anfänge auf den hartnäckigen Anfall seinet^Krankheit nicht Aufmerksamkeit genug verwendet [ Hatte, war es schwer, das Uebel zu besiegen, wenigstens wurde dadurch der Kampf langwieriger. Man hätte erwarten sollen, daß dieses lange dauernde Uebel ihn an seinen Fortschritten in der Schule hindern würde. Das war aber hier der Fall nicht. Denn kaum war Ban- erschubert genesen, so verdoppelte er seinen Fleiß, und ersetzte die durch die Krankheit verlornen Tage mit müh­sam durchwachten Nächsten; damit er ja das Versäum­te wieder einhohlen möchte.' Die Schlußprüfung am Ende des Schuljahrs lieferte über das so eben Gesa^ tt den schönsten Beweis. Bauerschubert kam in Logica s zur ersten Classe, weil damahls noch kein Primat war. \ Dadurch gewann er, daß im zweyten philosophischen ; Cursus Bauerschubert sich schon in eine solche Achtung bcy seinen Mitschülern gesetzt hakte, daß ihn einige zum Re­petenten annahmen, wozu er sich auch ohne Stolz bereit­willig finden ließ. Auch von dieser Arbeit wußte er Dor- theil für seinen Geist zu ziehen. Denn durch das mehr­fache Wiederhohlen prägten sich ihm die Lehrsätze mit ihren Beweisgründen tiefer ein, und er erwarb ßclj ? eine Gewandtheit in ihrem Vortrage. Zugleich aber er­hielt er auch Gelegenheit, das unter den gewöhnlichen Studenten herrschende sittliche Verderben, in seiner gan­zen Abscheulichkeit zu überschauen. Er selbst erinnerte sich oft mit Schaudern, daß er hier bisweilen auf Men­schen gestoßen sey, die Sittlichkeit und Religion nach Grundsätzen bestritten hätten, und darauf ausgegangen