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vermögen aufgefafst wird. Eine Zwey- heit aber hat eigentlich nicht statt. , Mehr uneigentlich scheint mir aber eine andere Unterscheidung, welche die Vernunft im substantiven Sinne Gott, und die Vernunft im adjektiven Sinne dem Menschen- beylegt.

§. 5 »

So ruht denn die Wahrheit ursprünglich in der Tiefe des menschlichen Geistes, und was als das eigentlich Reale sich verkündet, unterliegt defswegen nicht dem Flusse der Zeit, ist nicht abhängig von einer zeitlichen Denk­oder Sprechweise, wenn es sich darin gleich mehr oder weniger deutlich ausspricht. Wo immer Wissenschaft entstehen sollte, konnte sie nicht ohne das Wesen seyn, und im Ver­laufe wurde die Idee in jedem gegebenen Falle entweder ihrer ursprünglichen Tiefe nach er- fafst, und durch die Darstellung selbst, zur Klarheit entwickelt, oder wurde, wie z. B bey Kant, als im Wesen der Menschheit lie­gend, überall schon vorausgesetzt.

§. 6 .

Wie könnten nach dieser Ansicht die Uf- ideen aller Philosophen irgend einer Zeit oder

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