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Am WeihnachLsfeste.

Die Geburt Christi, eine Ehre für Leute vom niedern Stande; aber auch eine Aufforderung an sie, ihrem Stande Ehre zu machen.

Text.

Das Wort ward Fleisch, und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, die sich für den Eingebornen des Vaters schickte, voller Gna­de und Wahrheit. Joh. 1. >4.

§8ir feyerll heute das Fest der Geburt Chri­sti , einer überaus wichtigen und segensvollen Be­gebenheit, deren sich billig die ganze Erde freuen soll­te. Wenn sich der Unterthan am Geburtstage sei­nes Herrn, das Kind am Geburtstage seiner Ael- tern, der Freund am Geburtstage seines Freundes erfreuet: so sollte sich noch vielmehr der Christ am Geburtstage seines Christus und Erlösers selbst Glück wünschen, denn kein Geburtstag eines Menschen, wenn es auch der vornehmste, beste und noch so nahe verwandte Mensch wäre, kann dem andern so wich­tig seyn, als es der Geburtstag Jesu, des Ein­gebornen vom Vater, des Geliebten der Gottheit, für die ganze Menschheit ist. Darum war auch die Freude der Engel so groß, die, wie die heilige Ge­schichte sagt, mit freudigen Stimmen in der Höhe Gott priesen, und die glücklichste aller Nächte den Hirten recht seyerlich zu machen suchten. Die Ge-