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und stellte sich vor die zerbrochene kleine Glastafel die als Spiegel diente. Hier brachte er seine langen blonden Locken wieder in Ord­nung, glättete Gesicht und Kleidung und sagte dann freundlich zu dem Müller, der sich vor Lachen über des Burschen Eitelkeit das runde Bäuchlein hielt:

Ihr wißt Patron, daß Ihr mich hinauf in's Schloß geschickt hattet, wegen der Lieferung MehleS. Nun seht, kaum komme ich hinauf und betrete den Schloßhof, so guckt mich die ganze Gesell­schaft mit einer Bestürzung und Angst an, alswb ich derGott sei bei uns" selbst wäre.He Gilbert, hat er Euch nicht in Stücke zer­rissen? oder waS Bursche Du lebst noch, und bist ganz und heil wie früher?" So fragte man mich verwundert und bestürzt.I, mein Himmel, warum soll ich denn nicht leben? lachte ich als Ge­genrede. Da erfuhr ich denn die Geschichte. Der kecke Räuber­hauptmann, den sie den braunen Jonuer nennen, und der schon feit Monaten sein Unwesen treibt, hat diese Nacht die ganze Schloßge- scllschaft zum Besten gehabt. Gestern Abend kommt ein schöner schmucker Mann, angeblich ein Graf mit vier Postpferden gefahren; er bittet um Nachtherberge, weil sein Kutscher den Fuß verstaucht hat und vor Schmerzen wimmert. Der Herr Baron ist die Liebe und Höflichkeit selbst, er begleitet den Herrn Grasen in das Schloß, er ladet ihn zur Jagd im Winter ein, er läßt bei Tisch den Cham­pagner fließen, und denkt der Herr Graf wäre äußerst liebenswür- dig, daß ihm das Essen so gut behagt. Der Gast bekommt zur Nacht ein schönes Zimmer, mit einem Himmelbelt von hellblauer Seide, dazu reicht man ihm einen silbernen Leuchter mit Wachsker­zen wie ein Arm so dick. Der Herr Graf scheint ganz gerührt von so viel Aufmerksamkeit und Güte.

In der Nacht nun erwacht der Herr Baron von einem leisen Knistern und Rascheln im Zimmer; er richtet sich im Bett auf, und schlägt die Gardinen zurück, aber seine Nachtlampe war erloschen,