oft zu sich selbst, „ich denke mir, er wird nur auf meine Genesung | warten, um alsdann seine alten Streiche wieder von Vorne anzufangen." !
Und der junge Offizier hatte wirklich recht. Kaum daß er-sich ' einmal an einem schönen sonnigen Morgen, zum erstenmal ein wenig in frischer Luft erging, so flog plötzlich ein Stein aus dem Buschwerk jenseits des Grabens dicht zu seinen Füßen hin, an dem ein schmaler Papierstreif mit Fäden angebunden war. Wilden löste das Papier und las:
„Jetzt beginnt der Kampf von Neuem, mein schöner schmucker Knabe; wenn wir uns wieder sehen, so wollen wir Beide die Groß- muth vergessen haben, und nur bedenken, daß wir erbitterte Feinde sind!" Der braune Jonner.
Diese Worte wären deutlich und correct geschrieben, die Handschrift war beinahe fein und zierlich wie die einer Dame.
Am Abend schon lief die Nachricht ein, daß ein Wagen mit reisenden Kaufleuten, kaum 3 / 4 Stunden von der Mühle entfernt, angefallen und geplündert worden sei.
Eine starke Patrouille war kaum tausend Schritte von dem Orte vorübergekommen; der Unteroffizier hatte das Schießen vernommen, und mit der Schnelle des Gedankens hatte er sich mit den Seinen genähert. Er fand nur noch den umgestürzten Wagen, ein sterbendes Pferd, und den laut jammernden Kaufmann mlt seiner \
Familie; von Koffern und Gepäck war keine Spur mehr zu sehen.
Volkmar, so hieß der Unteroffizier, verfolgte in eiliger Hast mit ' > den Seinen die Richtung, die ihm der geplünderte Reisende angege- ; ben hatte, und wo dieser behauptete, daß die Räuber in das Dickicht eingedrungen sei.
Curt, blickte zähneknirschend und mit zornessunkelnden Augen

