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tiefen Säbelhieb, fast bis zum Ellenbogen aufgeschlitzt, hatte der sonst so tapfere Arm des braunen Jonners alle Kraft verloren.
„So, daS nimm für die Unthat, die Du an Bessy begangen!" rief Curt, der den Streich geführt hatte, und der erst jetzt aus dem Schatten hervortrat.
Der Kampf war beendet, denn der Anführer der Räuber lag blutend und gefesselt am Boden. Die Wenigen, die sich durch die Flucht hatten retten wollen, waren von den am Schloßberg lagernden Soldaten ergriffen und geknebelt worden.
Die verwundeten Räuber wurden jetzt mit ähnlicher Sorgfalt behandelt wie die Soldaten. Eben kniete ein Wundarzt vor dem braunen Jonner, um seinen Arm zu verbinden und Wilden selbst hielt die Lampe, damit der Arzt besser sehen konnte. DaS Gesicht deS Räubers war mit Blut und Schweiß bedeckt, und zum Thcil war der dunkele Lack aufgeweicht, der das Gesicht bedeckt hatte. Wilden nahm ein nasses Tuch, und putzte mit rascher Hand Blut,, Farbe und alle die düstern Falten von dem Gesicht. Er löste rasch die wohlbekannte dünne Schicht braunen Wachses von dem Zahn, dann fuhr er prüfend über Bart und Locken, die bald beide in seinen Händen blieben, und siehe! blonde Locken und ein weißes bartloses Kinn wurden sichtbar; nein, es war kein Zweifel! es war Gilbert, der stöhnend vor dem jungen Wilden lag.
Dieser traute seinen Augen nicht; er bückte sich prüfend zu dem Gefesselten nieder, dann wieder schüttelte er den Kopf, als wenn er sich seine eigne Ueberzeuguug verneinen wollte.
„Gafft immerhin verwundert drein!" rief Gilbert roh, „ich bin kein andrer, als der Müllerbursch!"
„ Unmöglich!" rief Wilden.

