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sein Volk Befreite von der Sclaverei der Unterdrücker. Er brachte cs dahin, daß auch dir katholischen Irländer Abgeordnete ins enqlische Unterhaus schicken durften; dort wurde die erste Befreiung Irlands erstritten. England bot seine ganze Macht auf die Wahl O'Connels zu hintertreiben. Die englischen Gutbefitzer bedrohen ihre irländischen Pächter mit Entlastung und Vertreibung von Haus und Hof, wenn sie für O'Connel stimmten. Da trug sich ein Ereigniß zu, das in ganz Irland den Ausschlag gab. Ein Mann, ein armer Pächter, Vater einer Familie, war wegen Schulden eingesperit. Weib und Kinder hungerten und jammerten zu Hause. Am nächsten Tage ist die Wahl zum Parlament. Da öffneten sich die Pforten des Kerkers durch die^gräßlich wohl- thätige Hand seines Herrn Gläubigers unter der Bedingung, daß der arme Mann gegen O'Connel stimmen werde. In seinem Herzen war Kampf, jedoch die Noth seiner Familie siegte bald über dis Liebe zu seinem Vaterlande und seiner Religion. Schwankenden Schrittes, die Schamröthe auf der Stirne, tritt er mit zitternder Hand zur Wahlurne, bereit gegen den Vertreter seiner Religion und seines Vaterlandes zu stimmen. Da ruft plötzlich eine Stimme aus der Volksmenge: „Unglücklicher! was mackst du? Gedenke deiner Seele und der Freiheit!" Es ift das Weib dieses unglücklichen Jrlänvers, es ist seine Gattin, welche den Sieg O'Connels, den Sieg der Religion und des Vaterlandes, der Freiheit ihres Mannes, der Stütze ihrer Kinder vorzieht. Bei diesem Rufe kommt der Unglückliche zur Besinnung, er stimmt für O'Connel und kehrt wüder ruhig in sein Gefängniß zurück. Bald wiedechallt das erhabene Wort des hochherzigen Weibes von einem Ende Irlands zum andern; man ruft es einander zu auf allen Gaffen, auf allen

