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Optische Kunststücke.

Nach dieser Vorbereitung sagt man, daß derjenigen Person, die eine gewisse Karte aus dem Spiele hcraus- gezogen hat, ihr Messer aus dem Gefäß herausspringcn werde. Man macht sodann mit einigen angenommenen Ce- remonien einen Kreis um das Gefäß, und gießt etwas ko­chend heißes Wasser in dasselbe, davon nach einer kleinen Weile die Brotrinde erweichen, und durch die dann los­schnellende Feder das Messer, welches in einem Loche derselben eingesteckt worden, in die Höhe herausgeworfen werden wird.

V.

Optische Kunststücke.

1. Eine Camera obscara einzurichten.

Macht ein rundes Loch in den Fensterladen eines Zim­mers, welches gegen das Feld oder einen andern etwas ent­fernten Gegenstand hin liegt, und macht sodann, daß kein anderes Tageslicht in dieses Zimmer fallen kann, als nur durch des Loch in dem Fensterladen, in welches ihr ein con­vexes Glas, dessen Fokus drei bis vier Schuh ist *), hinein- setzen mißt. In eben dieser Entfernung und gerade vor daS Glas stellt einen Pappendeckel, der mit einem sehr weißen Papier überzogen, und ungefähr drittehalb Schuh lang und 18 bis 20 Zoll hoch ist. Krümmt ihn nach seiner Länge, so daß er einen Theil der inwendigen Oberfläche eines Cylin- dcrs ausmacht, der den doppelten Fokus dieses Glases zum Diamcter hatte. Befestigt ihn hierauf auf einem eben so ge­bogenen Rahmen, und setzt ihn auf ein bewegliches Fußge- stcll, damit man ihn mit leichter Mühe näher zu dem Glase hinsetzcn, oder weiter von demselben entfernen, und ihn

*) Man versteht durch die Lange des Fokus oder Brennpunkts eines Glases die Länge des Radius der Sphäre, wovon das Glas einen Theil ausmacht, wenn es nur auf einer Seite convex ist. Wenn es aber linsenförmig ist, das ist, auf beiden Seiten convex, so wird dieser Fokus verkürzt, nach dem Verhä'ltaiß dieser zweiten Convexität.