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Schatten der Sorge aus dem Grunde seiner Seele auf sein Antlitz hervordrängte, trübte und verdun­kelte sich sein Blick, seine Stirn zog sich in Falten, es begann ein Spiel des Zweifels, der Aengstlich- lichkeit, der Befürchtung; aber selten verdichtete sich diese Unruhe zu der Form einer bestimmten Idee, noch seltener ward sie zum festen Entschlüsse. Alle Unruhe verschwand in einem Seufzer und starb in Apathie oder Schlummer dahin.

Wie gut paßte Oblomow's Haußanzug zu sei­nen ruhigen Gesichtszügen und seinem weichlichen Körper! Er trug einen Chalat aus persischem Stoffe, einen echten, orientalischen Chalat, ohne die ge­ringste Mahnung an Europa, ohne Quasten und Sammet, ohne Taille und sehr weit, so daß sich Oblomow ganz bequem hätte zweimal in ihn ein­wickeln tonnen und noch hinreichend Stoff zu irgend­einem Pariser Halbsrack geblieben wäre. Die Aermel waren nach der unveränderlichen asiatischen Mode von den Fingern zu der Schulter hinauf immer Weiler. Obgleich dieser Chalat bereits seine ur­sprüngliche Frische verloren und stellenweise seinen eigentlichen, natürlichen Glanz mit einem anderen, angenommenen, vertauscht halte, so bewahrte er doch immer noch den Glanz der orientalischest Farben und die Festigkeit des Gewebes.

Der Chalat hatte in Oblomow's Augen eine Menge unschätzbarer Eigenschaften: er war weich.