weniger stark, wird aber in der Regel fleischiger und feiler. Ausnehmend empfindlich gegen die Kälte, kann eS den höchsten Grad von Hitze ertragen und scheint dabei sich erst rechr wohl zu befinden. Tref­fen sich Hasen und Kaninchen aus der Weide, oder sperrt man sie zusammen ein, so bleibt ein Krieg auf Leben und Tod nicht lange auS. Seltsam, daß dabei oft daS kleine Kaninchen den Sieg davon trägt. Deutlicher als der Franzose beschreibt unser trefflicher Georg Franz Dietrich auS dem Winkelt. Wir geben hier seine Beschreibung. weil sein Buch ohnehin nicht in Jedermanns Händen ist.

,,Die Kaninchen sollen auö dem südlichen Eu­ropa, und zwar ursprünglich aus Spanien und Alt- griechenland abstammen, von dort aus aber zuerst nach Frankreich und Italien und dann nach Deutsch­land und England verbreitet worden sein. In kal» ten Ländern, wie z. B. in Schweden und noch nörd­licher, gedeihen sie im Freien nicht, dagegen findet man sie auf den höchsten Bergspitzen von Asien und Afrika. Nach Amerika verpflanzten sie die Europäer und sie befinden sich vortrefflich in dessen südlichen Landstrichen."

,,Die Farbe deö gemeinen, wilden Kaninchens erscheint bei flüchtiger Ansicht schwarz und gelb- bräunlich melirt, nur am Unterleibe weiß grau. Aber bei genauerer Untersuchung ergeben sich fol­gende Resultate: die Löffel (Ohren) sind mit sehr kurzen Haaren besetzt, welche am auswendigen Rande, wie auf der ganzen inwendigen Seite weißgrau­lich gefärbt ist. Auf der auswendigen Seite ver­breitet fick £ Zoll von der Spitze herab ein schwarz- brauner Flecken, welcher nach dem auswärts gekehr­ten Rande in einem schmälern gelbbraunen, mit Schwarz ge stichelten, nach dem einwartsstehen- den aber in einem aschgrauen brettern Streifen