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feierliche Constkratimi der It.Willibrordus-Dasilika.

1. Pie Wüstungen.

Es war gegen Anfang des August, als der Hochmürdigste Herr Bischof auf den sehnlichsten Wunsch des Herrn Dechanten den Tag der feierlichen Consekration der alt ehrwürdigen St. Willibrordus-Basilika auf den 21. September a. c. festfetzte. Zwei auswärtige Bischöfe sollten den Glanz der hehren Feier mit ihrer Gegenwart erhöhen. Als Sonntags darnach die männ­liche und weibliche Jugend versammelt ward, um ihr die frohe Kunde mitzutheilen und sich mit ihr zu besprechen, was zu machen fei bei dieser außerordentlichen Feier, wo das Luxem­burger Land, ja das ganze katholische Deutschland die Augen auf Echternach gerichtet hätten, da war nur eine Stimme, nur eine Gesinnung bei Reich und Arm, bei Jung und Alt: es mäße eine des h. Willibrordus und dessen Abtei, eine der an ruhmvollen Thaten so reichen Geschichte Echternachs, so wie auch der hohen Gäste, der erlauchten Kirchenfürsten würdige Feier veranstaltet werden. Und als es weiter hieß, der hochwürdige Herr Dechant, Peter Thomas, der bereits 27 Jahre lang segensreich hier gewirkt, wolle am darauffolgenden Tage, am 22. September, die Jubelfeier seines 50jährigen Priesterthums ebeusalls in der Basilika feiern, da war der Freude und Be­geisterung kein Ende.

Die kommenden Festlichkeiten waren nun der alleinige Ge­genstand des Tagesgespräch's.'In den geselligen Kreisen, in den Werkstätten der Handwerker wie in den Häusern der Reichen, in den Kaufläden und öffentlichen Straßen, überall erging die