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Zubelseier des hochm. H. Dechanten Pet. Thomas,

' 8. Hin Ariester-Inöiläum.

Früh nm Morgen des 22. September waren die fleißigen Hände der Einwohner, namentlich der Jungfrauen wieder be­schäftigt, beim Pfarrhause den Ehrenaltar zu errichten und ge­schmackvoll zu rüsten, so wie die Straßen und Plätze in ihrem Schmucke zu erfrischen, durch welche heute der feierliche Zug sich bewegen sollte. Dieser Tag sollte nicht weniger denkwürdig ge­feiert werden, als der 'Gestrige. Es galt nämlich heute einen Priester zu ehren, der bereits 27 Jahre lang segensreich in Echternach als Seelsorger gewirkt und nun das Jubelfest seines 50jährigen, treu verlebten Priesterthum es am Altäre, umgeben von seinen lieben Pfarrkindern, die er immer wie seinen Augapfel geliebt und mitten unter seinen treuen Freunden, die auch von Nah und Fern zahlreich herbeigekommen waren, feiern sollte. Echternach sollte zeigen, wie die großen geistlichen Wohlthaten, welche der Priester mit so großer Aufopferung täglich spendet, in dankbare Herzen gefallen sind und wie es den katholischen Priesterstand und mithin die ganze Kirche schützt und ehrt.

Echternach hatte Recht. Es ist immer so rührend, einen neugeweihten Priester p sehen, wenn er zum ersten Male mit dem Brautkranze geschmiickt an den Altar tritt, um sein erstes hl. Meßopfer zu feieru. Alles jubelt dann auf und freut sich in heiliger Begeisterung. Dieser Tag gleicht am meisten dem Hoch­zeitstag; denn jung und muthig und rüstig schreitet er einher, die Schläfe mit dem Kranze unbefleckter Unschuld und Reinheit