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gemäß, ausspricht; d. h. man schreibe keinen an. dcrn Buchstaben, auch keinen mehr oder weniger, als man in der guten Aussprache hört. So schreibt man: Amt, Brot, Dampf, ging, und nicht: Ambt, Brodt, Damf, gieng.
Zweyter Grundsatz.
Was die gute Aussprache ungewiß laßt, das muß bey abgeleiteten und zusammengesetzten Wörtern die nächste Abstammung entscheiden. So schreibt man lieblich, weil die Stammsylbe lieb heißt, und nicht: liblich,liehb- li ch, oder lyb l ich.
Dritter G r u n d sa tz.
Wenn weder die gute Aussprache, noch die nächste Abstammung die Art zu schreiben besttmmen, so folge man dem allgemeinen Schreibegebrauche; d. h. man schreibe die Wörter mit eben den Buchstaben, mit welchen man sie in den meisten Büchern geschrieben findet.
Auf dem Schreibegebrauche beruhen besonders folgende Falle:
0 Ob die Dehnung des Selbstlautes durch ein h, durch Verdoppelung des Selbstlautes, oder gar nicht angezeigt werden soll: Bahre, Seele, Herd.
2 ) Ob abgeleitete Wörter C oder a haben sollen. So schreibt man : behende, edel, Mehl, Vetter, mite, obgleich diese Wörter wegen ihrer Verwandtschaft nnt Hand, Adel, mahlen, Vater, mir a geschrieben werden sollten. Hingegen schreibt man: Ä l- tern, Ärmel, Bäcker, von alt, arm, backen, und nicht Eltern, Ermel, Becker.
3) Ob ein d oder dt, t oder th, p, chs oder gs, geschrieben werden soll: der Tod, er ist tobt, Ton der Laut, Thon eine Erdart, Zl^rt, Achsel,
