Allgemeine Regeln, wie man die Gesund­heit und das Leben bis zum spätesten Alter erhalten, Krankheiten Vorbeu­gen , sie ausgebrochen mildern und hei- len kann.

28erfen wir einen forschenden Blick in der Men­schengeschichte rückwärts, so erblicken wir dort auffal­lende Beispiele von langer Lebensdauer. Von jeher aber beschäftigte das Problem, das Dasein zu ver­längern, die Menschen. Dieser Gegenstand war die Arbeit der scharfsinnigsten Köpfe, aber auch der Tum­melplatz zahlloser Schwärmer, Betrüger, Charletans rc., wovon uns selbst in neuester Zeit Cagliostro mit seinem angebeteten Lebenselirir, ein ganz ge­wöhnliches sehr hitziges Magen mittel, und MeSmer noch die Beiträge liefern.

Schon in den frühesten Zeiten unter den Egyp- tiern, Griechen und Römern sann man auf künstliche und unnatürliche Mittel, um das Leben zu verlän­gern, und glaubte die Erhaltung des Lebens da­rin gefunden zu haben, daß man alle Monate zwei­mal zum Brechen einnahm, und mit der Schwitzge­wohnheit kam es so weit, daß man einander fragte: Wie schwitzest du? Dieß war jedoch nur der Fall bei den Egyptiern, und diese möchte die Lage ihres Lan­des zu dieser Idee vermocht haben. Anders war es schon bei den Griechen, da diese unter dem Einflüsse einer reinern und schönem Natur lebten. Hier über­zeugte man sich, daß ein vernünftiger Genuß der Natur und die beständige Üebung der Kräfte das sicherstc Mittel sei, die Le­be nskraft zu stärken und das Leben zu verlängern. HippokrateS und alle damaligen Philosophen und Acrzte kannten keine andere Arzt für daS Volk. \