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Drittes Kapitel.
lebhaften Augen, gerade nicht ins Detail eingieng. Andere, um geschwind fertig zu sein, drehten sich vor seinen Augen lachend mit einer Pirouette, um sich von allen Seiten zu präsentiren und machten darauf ein übermäßiges Battiment, um so TricotS und Schuhe im besten Glanz vorzuzeigen, und sprangen dann in die Couliffe zurück. Einige der Tänzerinnen beantworteten die Aufforderung ihres Collegen, näher zu treten, mit einem unbeschreiblichen Blick, drehten ihm ganz einfach den Rücken, oder ließen sich auch, die Hände auf den Hüften, nicht im Mindesten in ihrer Unterhaltung stören.
„Wo ist Mamsell Clara?" rief der Tänzer, nachdem er daS Mädchen vergebens gesucht, obgleich sie nicht weit von ihm hinter einem gemalten Baume stand. — „Wo ist Demoiselle Clara?" wiederholte er mit lauter Stimme. „Ich muß sie bitten, augenblicklich vorzutreten."
Diesem zweiten Ruf mußte Folge geleistet werden, und das Mädchen trat, obgleich widerstrebend, auf die halbdunkle Bühne, in deren Mitte der lange Tänzer allein stand.
„Es ist doch sonderbar," sagte er mit einem häßlichen Lächeln, „daß man Sie immer zweimal rufen muß. — Es wäre wahrhaftig für Ihr Fortkommen besser," setzte er leise hinzu, „wenn Sie meinen Aufforderungen gleich auf das erste Mal Gehör gäben."
„Was wollen Sie von mir?" fragte die Tänzerin mit unsicherer Stimme.
„O, für jetzt nicht viel," entgegnete ihr College. „Sie tanzen in der vordersten Reihe, Sie tanzen zu sechs mit mir, ich möchte nach Ihrem Anzuge sehen; dann könnten wir auch geschwind die letzte Stellung probiren."
„Mein Anzug ist in Ordnung," versetzte das Mädchen, indem es einen Schritt zurücktrat.

