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stanz nicht ätzt sondern vielmehr schützt; wenn aber aus was immer für Ursachen der Eiter dünnflüßig, bräunlich, stinkend und ätzend wird, so heißt er bösartig oder jauchig und beleidigt die organische Substanz durch Aetzung, so, daß die Heilung verhindert wird. Offene Stellen mit jau­chigem Eiter werden Geschwüre genannt, und sind je­desmal chronische Uebel.

Oft bildet sich in Folge von Entzündung ein Krank­heitsprodukt, welches man Lymphe nennt, und sich entwe­der auf der Oberfläche der entzündeten Theile ausscheidet, oder im Parenchym der Organe zurückbleibt. Diesen Ent- zündnngsausgang nennt man die Ausschwitzung (exsu- datio). Die Lymphe, welche ausgeschwitzt worden ist, thcilt sich in einen flüßigen und festeren oder geronnenen Theil (lyinj>ha gerosa et coagulata). Wenn sie auf der Oberfläche der inneren Organe ansschwitzt, so wird der wässerige Theil davon wieder aufgesogen, der geronnene aber in ein häutiges Gebilde verwandelt, das oft zur Ver­wachsung von im Normalzustand getrennten Organen Ver­anlassung gibt. Die auf der äußeren Haut abgesetzte Lym­phe bewirkt eine Trennung der Epidermis von der Leder­haut und bildet allerlei Bläschen, Pusteln u. d. gl. Früher oder später verdünstet der wässerige Theil dieses Entzün­dungsproduktes, und es bleibt der festere als Rande, Kru­ste, Grind u. s. w. zurück. Die im Parenchym der Organe ausgeschwitzte Lymphe wird entweder durch die Sanggefäße entfernt, oder sie bleibt zurück, und bildet bald weiche (teigige), bald harte Geschwülste, je nachdem die Lymphe sich im wässerigen oder coagulirten Zustand darin vor­findet.

Wenn die äußere Haut entzündet ist, so ist es eine gewöhnliche Folge, daß die Epidermis sich in kleinen oder