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gegen nur so lange auf den Thieren verweilen, bis sie so weit ausgcbildet sind, daß sie ihren Lebensunterhalt an­derswo finden können. Da diese Schmarozer den Haus- thieren nicht nur durch ihr Kriechen, Beißen, Bohren u. d. gl. lästig sind, sondern auch auf Kosten ihrer Safte sich ernähren und ausbilden, so ist es erklärlich, wie manche Kälber, Lämmer und Schweine, auf denen sich derlei Un­geziefer bis ins Unglaubliche vermehrt hat, allein dadurch in Abmagerung und Kraftlosigkeit verfallen, und endlich zu Grunde gehen müssen. Zu dem Hautungeziefer rechnet man vorzugsweise die Läuse, die Engerlinge und die Ma­den in den Geschwüren.

Die Läuse des Viehes haben Gestalt und Natur mit denen des Menschen gemein, nur sind sie etwas größer; ihre Fortpflanzung geschieht durch Eier (Nisse), welche mit­telst eines klebrigen Saftes an den Haaren befestigt sind. Die Anwesenheit der Läuse auf einem Thiere gibt sich theils durch die glanzlosen mit Nissen besetzten Haare theils durch, kahle Flecken kund, welche an solchen Stellen entstehen, wo sich die Thiere öfters reiben, um der lästigen Empfin­dung, die ihnen dieses Ungeziefer verursacht, zu steuern. Beim Ueberhandnehmen der Läuse entsteht allgemeine Ab­magerung des von ihnen besetzten Körpers. Dieses Unge­ziefer findet sich häufiger beim Jungvieh und bei schlecht­genährten Thieren als bei erwachsenen und wohlbeleibten Stücken, und seine Vermehrung wird überhaupt durch Un­reinlichkeit und unterlassene Hautpflege begünstigt. Nach gewissen Krankheiten des Jungviehes erscheinen zuweilen die Läuse in kurzer Zeit in so großer Anzahl unter und über der Epidermis, daß man diesen Zustand für eine be­sondere Krankheit (Läusesucht) halten könnte. Die Läuse gehen in Ställen, wo das Vieh gedrängt beisammen steht,