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Ein le i tung.

§. 8 .

Die Perspective ist demnach eine Wissenschaft, wodurch man jeden Gegenstand so abbildet, wie seine Gestalt in unserem Auge erscheint, wenn man ihn auf einem gewissen Abstande, von einer gewissen Stelle, und nach einer gewissen Höhe des Au­ges beschauet.

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Folglich wird durch die perspcctivischeAbbildung der Gegenstände nicht die wahre, sondern die schein­bare Gestalt derselben vorgestellt; dessen ungeachtet kommt uns beynahe immer die Vernunft dabey zu Hülfe, daß wir vermittelst derselben hey dem Ans blicke einer solchen Abbildung, eine» Schluß von der scheinbaren auf die wahre Gestalt des Gegenstandes machen.

17. II. Wir sehen z. B. in einiger Entfernung, daß der Fig. 2 . viereckige und gleichseitige Würfel A. von vorne breiter scheint, als von oben her und an der Seite; gleichwohl zweifeln wir nicht daran, daß die Seiten C. und D. nicht eben so groß seyn sollten, als.die vorderste Seite B., folglich halten wir diesen Gegenstand für einen viereckigen und gleichseitigen Würfel, ob er schon in der perspecuvi- schen Abbildung nicht'gleichseitig erscheint. §. io.

Die scheinbare Gestalt des Gegenstandes verändert sich jedesmahl, wenn wir entweder den

Abstand oder die Stelle, oder die Höhe des Au­ges oder alle drey zugleich verändern.