Der Erste.
Wein' aus den Schmerz, in Thränen liegt Ge« Währung,
Doch durch die Thräne, durch der Seele Qual, Erscheine der Entschlummerten Verklärung,
Wie durch der Nacht Gewölk ein Morgensirahl.
Der Dritte.
Kommt, es thut wohl die Stelle auszuschmücken, Wo wir verwahren ein unschätzbar Gut Für bess're Zeiten; — (jelft mir Blumen pflücken, Und schmückt mit mir den Hügel, wo sie ruht.
^ . Der Zweite.
Seht, einen Schmuck Hab' ich ihm schon gegeben Aus Nachtviolen, anspruchslos und rein;
Denn von der Demuth in der Jungfrau Leben Giebt dieser Kranz ein wahres Bild allein.
Der Dritte.
Von Lilien leg ich einen ihm zur Seite, Als Bild der Unschuld, die ihr eigen war; Ihr Herz bewahrte sie in jedem Streite Und spiegelte aus ihrem Aug sie klar.
Der Zweite.
Aus Veilchen will den dritten Kranz ich winden,
An stiller Tugend, wie ihr Leben, reich.
Er darf mit Recht hier eine Stelle finden,
Denn ihm vor allen andern war sie gleich.

