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Eingänge, um den Blumen nachzusehen, kaum sah sie sich allein, so befahl sie dem Dienstmädchen, das und je­nes zu thun, undmachte sich davon. Sie lief so schnell sie konnte nach dem Platze, wo sie den jungen Bettelbu­ben verlassen hatte, und fand ihn glücklich noch sitzend. »Mein Söhnchen,« sprach sie, »hast du Lust, einen Bis­sen warmes Essen zu genießen?«

»Ey, warum nicht?« erwiederte Valentin.

»Nun, so folge mir!« fuhr sie fort. »Ich habe ein absonderliches Mitleiden mit dir, und will dich speisen und tränken.«

Rasch ging's nach Hause, wo sie. ein herrliches Gast­mahl bereiten ließ, und indessen den abgefetzten Fremdling mit dem Schlafrock und der Sammtmütze ihres seligen Eheherrn bekleidete, es versteht sich, alles aus purer Nächstenliebe.

Kaum war unser Valentin metamorphosirt, als Bar­bara wüthend in's Zimmer stürzte. Im ersten Augenblick wäre sie bald in Ohnmacht gesunken, denn sie glaubte leib­haftig den seligen Gevatter zu schauen, doch bald hatte sie sich erholt, und nun schrie sie mit Hohngelächter: »Ey, Frau Gevatterinn, Sie führen ja dahier eine sau­bere Wirthschaft! O schade, daß Ihr seliger Mann diesen Scandal nicht m tansehen kann! Pfuy Teufel, schämt sich die Gevatterin», in Ihren alten Tagen so toll zu seyn; aber das laß' ich nun und nimmermehr zu!«

Mit diesen Worten sprang sie auf Valentin zu, und faßte ihn am Arm , um ihn fortzuziehen.

»Ist Sie bey Sinnen?« schrie Ursel, und packte er­schrocken den Valentin am andern Arme fest.