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Er. Ha ha! das ist schon so unsere Art, bey Da­men aber wissen wir schon gelindere Saiten aufzuziehen. Sie zu in Beyspie l, schöne Frau, können mich gar leicht zahm machen!

Sie. Ich? Daß ich nicht wüßte?

Er. O, verstellen Sie sich nicht! welche Dame sollte es nicht bemerken, wenn ein treuer Anbether ihr den Hof macht, (nieder knieend.) Schöne Frau, ich liebe Sie!

Sie. Halt, halt! Herr Rittmeister! ein Damen- herz ist keine Festung, die man mit Sturm erobert.

Er (aufstehend). Ha, ha! ich bin ein großmüthi- ger Feind, und trage Ihnen Capitulation an, wenn ich aber wieder komme, dann keinen Pardon mehr (küßt ihr die Hand). Jetzt leben Sie wohl, schöne Frau, und wenn ich wieder komme keinen Pardon mehr!

Der Rittmeister hatte schon Hut und Stock in der Hand, als er plötzlich in einer horchenden Stellung stehen blieb, denn es kam ihm vor als wenn es recht stark reg­nete, und wahrlich, er hatte dieß Mahl nicht Unrecht. Der Regen fiel so dicht und in so schweren Tropfen nie­der, daß es gar nicht den Anschein hatte, als sollte er bald wieder aufhören.

Malvina schwebte in Todesangst, denn nicht nur daß sich die Stunde schon näherte, wo Stollner zu kommen ver­sprochen , so wollte noch überdieß der Rittmeister auf den Balcon hinaus treten, um nach dem Wetter zu sehen. Eines aber wie das Andere war ihr gleich ungelegen, denn erstens war Stollner etwas eifersüchtig, und zweytens auf dem Balcone war ja Herr von Kuhwackel. In dieser Verlegenheit trug Malvina dem Rittmeister ihren eigenen