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den gewesen seyn, wenn ihn nicht die Hoffnung, bald an das Ziel seiner Reise zu gelangen, gestärkt und immer von neuem angetrieben hätte. Es ging dem guten Viktor mit seiner Wanderschaft , wie uns allen, mit der unsrigen durchs Leben. Den ersten Theil legen wir frisch, rasch und muthig zurück; der zwcyte — ach, wird unS sauer; den dritten, an sich noch weit be- fchwerlichern, würden wir nickt zu vollbringen im Stande seyn, wenn uns nicht die Hoffnung der baldigen Endschaft der Reise und des Ankom- mcns an einem Orte der Ruhe aufrichtete und stärkte.
Viktor wanderte jetzt mit vor Freude hochklopfendem Herzen zu Leipzigs Thore ein, ließ sich durch sein Erstaunen über die stattlichen Gebäude nicht aufhalten; eilte bey den nett und elegant gekleideten Spaziergängern auf der Promenade vorbey, und meinte, die Leutchen müßten wohl heute hier einen Feyertag haben, weil sie so geputzt wären und spazieren gingen. Er fragte hundert Menschen nach seinem Herrn Vetter, demGewürzkrämer Winter, wurde zurecht gewiesen, und kam an.
Der Vetter war ein ziemlich bejahrter, aber munterer und jovwüscher Mann, der nie verhet-

