Die Ernährung des Rindviehes.

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Einen ferneren wichtigen stickstofffteien Bestandtheil der lebenden Körper bildet das Fett. Weiter enthalten die Pflanzen Holzfaser, welche nur unter günstigen Umständen theilweise von den Thieren verdaut werden kann. Jeder Pflanzen- und Thierkörper enthält in allen Theilen eine Menge Wasser und zwar in solcher Menge, daß das Wasser mitunter V der ganzen Körpermasse ausmacht. Neben allen diesen Stoffen finden fich auch in allen Theilen unorganische Stoffe, welche nach der Verbrennung als Asche Zurückbleiben. Es sind vorzüglich phosphorsaure und schwefel­saure Alkalien, phosphorsaure Kalk- und Lalkerde, Eisenoxyd, Chlor­kalium und Chlornatrium.

Alle angeführten Stoffe ziehen die Pflanzen aus Erde und Luft an fich und aus den Pflanzen gehen sie in die Thiere über, deren Körper dann aus diesen aufgenommenen Stoffen durch den Prozeß der Ver­dauung gebildet wird.

Diesen Vorgang ausführlich zu schildern, erlaubt mir weder der Raum, noch liegt es in dem Zwecke dieses Buches. Wer sich hierüber umfaffende Belehrung verschaffen will, dem empfehle ich das vortreffliche Buch: »Die zweckmäßigste Ernährung des Rindviehes« von Dr. Julius Kühn. Dresden, G. Schönfeld's Buchhandlung, 1861 .

Bei der Ernährung des Rindviehes und überhaupt aller unserer Hausthiere muß es unser Hauptaugenmerk sein, ihnen in ihrem Futter alle jene Stoffe zukommen zu lassen, welche ihr Körper bedarf, und zwar in dem von der Natur selbst vorgeschriebenen Verhältnisse.

Wo die Thiere auf die Weide gehen, können wir die Fütterung nicht anders überwachen, als durch Beobachtung des gehörigen Weide- antheiles für jedes Stück Vieh. Für Stallfütterung und Winterfütterung vermögen wir dagegen ziemlich genau anzugeben, wie v.iel jedem Thiere an Gewichtstheilen von diesem oder jenem Futtermittel verabreicht wer­den müssen, je nachdem man nur Erhaltungsfutter geben will, oder das Thier auf Halbmast oder Vollmast zu bringen gedenkt.

Den Anhaltungspunkt hiezu liefert das lebende Gewicht des Thie- res selbst. Das Gewicht mit dem Meßbande zu ermitteln, geht wohl an; es liefert dagegen nie ein sicheres Resultat, und ist dabei eine Irrung von y so des Gesammtgewichtes eine alltägliche Sache. Genauere Resul­tate gibt das Abwägen des Thieres auf der Brückenwage. Die Anschaf­fung einer solchen Wage macht allerdings für den Augenblick eine ziem­liche Auslage; sie ist dagegen in einer Wirthschaft von großem Nutzen,