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Zweites Hanptstück.
Nach der Feinheit des Haares kommt die Kräuselung oder Wellung desselben in Betracht. Hier haben wir erstens die schlichte Wellung, wo die Höhe der Wellung zur Spannung derselben so unbeträchtlich ist. daß die Wellung beinahe ganz verschwindet. Zweitens die gedehnte Wellung, wo das Verhältniß der Höhe zur Spannung schon größer wird; die Höhe verhält sich hier schon zur Spannung von ! bis 6 und 1 bis 2. Drittens die normale Wellung; hier verhält sich die Höhe zur Span« nung tüte 1:1, — es ist also die Halbkreisform; sie kommt bei hochfeinen Merinoschafen vor. — Drängen sich die Wellen schon etwas mehr zusammen, dann haben wir 4. die gedrängtb ogige Wellung.5. Wird die Höhe der Bogen merklich größer als die Spannung, so heißt die Wellung hochbogig und stark markirt. 6. Ist die Biegung mehr als ein Halbkreis mit eingebogenen Seitenwänden, so heißt es eine überbogene, aemaschte Wellung. — Die Wellungen 3 und 4 sind die Kennzeichen sehr edler und feiner Wollen, welche allen Anforderungen entsprechen.
In Fig. 12 haben wir eine Abbili^mg dieser verschiedenen Wellungen vor uns. A ist die schlichte Wellung, 6 die gedehnte Wellung, (' die
Fig. 12

