Die Gewinnung der Grains.

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0. Die Gewinnung der Grains.

Von welcher Wichtigkeit die Gewinnung der Grains ist, habe ich wohl nicht nöthig auseinanderzusetzen. So wie wir der Züchtung unse­rer vierfüßigen Nutzthiere eine umsichtige Aufmerksamkeit angedeihen lassen, so sollten wir auch bei der Grainsgewinnung mit derselben Sorg­falt zu Wege gehen. In den Grains liegt die zukünftige Generation un­serer Raupen.

Die Puppen in den Kokons bedürfen zu ihrer Umwandlung in Schmetterlinge bei einer Temperatur von 1820° R. 1112 Tage. Ist die Temperatur niedriger, dann dauert auch die Umwandlungsperiode längere Zeit.

Die wie angegeben sorgfältig ausgesuchten Kokons werden in ein besonderes Zimmer gebracht, welches auf der Temperatur von 18 20° R. erhalten werden kann. Die Kokons werden auf drei Fuß lange Fäden gezogen. Der Faden ist durch eine feine Nadel gezogen und mit­telst dieser zieht man den Faden durch die Seidenschichte, wobei man aber achten muß, die in dem Kokon liegende Puppe nicht zu verletzen. Diese Fäden werden dann an einem eigens hergerichteten Gerüste aufgehängt, wobei man ihnen eine Entfernung von 34 Zoll je einer vom andern gibt. Beim Auskriechen der Schmetterlinge ist darauf zu achten, die Temperatur nicht unter 18° R. fallen und nicht über 20° R. steigen zu lassen. Die ausgekrochenen Schmetterlinge werden auf Hürden gesetzt, die mit Papier überlegt sind. Zur Aufnahme der Eier werden leinene Lappen, die möglichst glatt und von gleichmäßigem Faden sind, über Böcke gelegt oder an der Wand befestigt. Diese Lappen müssen vollkom­men gespannt sein und dürfen keine Appretur haben.

Das Auskriechen der Schmetterlinge geschieht nicht auf einmal, sondern nimmt drei Tage in Anspruch. Am ersten Tage kriechen nur einige aus, am zweiten und dritten Tage kommen dann alle aus den Kokons heraus.

Das Auskommen der Schmetterlinge muß wiederum überwacht werden. Die männlichen Schmetterlinge sind bei ihrem Erscheinen von den weiblichen Schmetterlingen zu trennen. Auf diese Art hindert man die augenblickliche Paarung, der sie sich unverzüglich hingeben würden. Diese Trennung hat keinen andern Zweck, als eine Paarung zwischen