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Achtes Hauptstück.

5. Krätze.

Bei der Krätze haben die Tauben einen Ausschlag um die Augen , und um den Schnabel; diese Stellen sehen dann kahl und grindig aus. Man heilt denselben durch fleißiges Vorstellen von frischem Wasser, dem etwas wenig Spießglanz zugesetzt wird.

6. Kropfkrankheit.

Die Kropfkrankheit erkennt man an dem bleibend aufgetriebenen, harten Kropfe, aus dem das Futter, nicht in den Magen gelangen kann. Man gebe den Tauben einen Eßlöffel voll lauwarmes Leinöl ein; nach der Entleerung des Kropfes stecke man sogleich ein in Butter und Spinn­webe gehülltes Pfefferkorn ein; zum Futter gebe man ihr darnach eine Handvoll Wicken, die in weißem Wein tüchtig eingequellt wurden; man flöße ihr von Zeit zu Zeit etwas Wein ein. Das Trinkwasser versetzt man mit etwas Salz und Spießglanz. Da dies Nebel ansteckend ist, muß man die erkrankten Tauben von den gesunden absondern.

7. Mauser (Federwechsel).

Die Mauser tritt alljährlich zu Ende des Sommers oder Anfang Herbstes ein und dauert gegen 4 Wochen. Unter dieser Zeit hat man nichts zu thun, als für gesundes, gutes Futter der Tauben zu sorgen.

8. Schwermuth.

Die Schwermuth ist in der Regel Folge der Ehelosigkeit oder vom Verluste des Gatten. Man sorge also dafür, das Paar wieder vollstän­dig zu machen. Auch allzu nahrhaftes Futter bringt dieses Leiden hervor; in diesem Falle heißt es also am Futter abbrechen.

9. Läuse und Flöhe.

Läuse und Flöhe plagen die Tauben sehr; sie halten sich theils im Gefieder, theils in den Nestern auf. Man sehe auf das Reinhalten des Taubenhauses, streue pulverisirten Kalk wiederholt auf den Boden oder, was noch wirksamer ist, einige Loth Schnupftabak oder echtes, persisches Insektenpulver. Haben die Tauben viel Ungeziefer im Gefieder, dann reibe man sie mit einer Salbe ein, die aus Butter und durchgesiebter Ta­baksasche angemacht wird.

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