zu genießen, da sie sich der Kriegskunst und andern, dem Staate nützlichen, Beschäftigungen widmen sollten. Wenn die edelsten, reichsten, geschicktesten Köpfe sich in Klöster Gegeben, so ist es natürlich, daß die Mönche durch Liften und Streiche, deren sie sich meisterlich befleißigen, eS dahin bringen werden, den La en Gesetze vvrzuschreiben und selbst die Fürsten sich und ihren Anschlägen zu unterwerfen.
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Bon Staatsgetchäften wollte der Herzog die Geistlichen ganz entfernt wissen. Einst sendete der Kaiser zur Verhandlung wichtiger Sachen einen geistlichen Herrn an ihn. Der Herzog nahm ihn nicht an und ließ ihm sagen: wäre er gekommen, ibm das Evangelium zu predigen, so würde er ihn gern anhören; wollte er ihm aber Dinge vorigen, die außerhalb seines geistlichen Berufs lägen, so möchte er sich wieder dahin begeben, von wannen er gekommen sey. Ein anderer Ordensbruder kam in Aufträgen des Königs von Spanien zu ihm und wollte Kriegsangelegenheiten mit ihm verhandeln. Diesen verabschiedete der Herzog auf der Stelle wieder und erklärte: er halte es für wenig anständig, daß der sehr katholische König sich in weltlichen Angelegenheiten solcher Personen ^bediene, welche der Welt entsagt hätten. Er erthrilte dem Pater den guten Rath, lieber das Brevier im Chore zu beten, als in oas Feldlager zu kommen, wo er ihn gegen die Neckereien der Soldaten nicht in Schutz zu nehmen vermöge. (Aus anderweitigen Mittheilungen wissen wir jedoch, daß Wallenstein den Pater Qu i- roga sowohl, als den Bischof Anton von Wien in Aufträgen des Kaisers und des Königs von Spanien bet sich empfing.) Das liederliche Leven der Mönche rügte er streng, verlangte in seinem Herzogthum genaue Rechnung über die Verwendung der ihnen ü erwiesenen Einkünfte und gab ihnen Scbuld, „daß sie das Geld auf Huren und los Gefind verwendeten." Als er in den

