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wurden, befanden sich in der Nähe. Noch bevor diese Anlagen vollendet waren, schritt der Herzog schon wieder zu neuen, welche die altern an Glanz und Größe überbieten sollten. Das Schloß zu Sag an würde, nach des g'eichzeitig lebenden Carve Reisebericht, das achte Weltwunder geworden seyn, wenn es vollendet worden wäre. Hierbei war jedoch nicht allein auf das fürstliche Hoflager Rücksicht genommen, sondern mehr noch darauf, einen festen Zwinger in dem Lande zu haben. Ein mit achtzig Häusern bebauter Platz wurde geräumt, die Fundamente vier Klafter tief gelegt, die Mauern aus Quadersteinen bombenfest aufgeführt. Das Schloß hatte drei Stockwerke und ein vollständig ausgebautes Erdgeschoß, welches fein Licht durch Fenster, die im Pflastcrboden der darüber liegenden Gänge angebracht waren, erhielt. Von den Schanzen und Bastionen, welche die Burg rings umgeben sollten, kamen nur vier zu Stande. Vorbereitungen zu einem ähnlichen Festungsbau hatte er für Glogau angeordnet, jedoch wollte er, wegen den Kriegsunruhen, die alten Werke nicht voreilig dcmoliren lassen und gab deßhalb noch wenige Monate vor seiner Ermordung strenge Befehle.
21.
Zn den ersten Zähren seiner Regierung bedurfte der Herzog, da er mehrentheils ein unstätes Kriegßleben führte, keinen Hofstaat; so lang er mit einem Gefolge von Hunderttausend zu Roß und zu Fuß erschien, war ihm der Troß von Marschalken, Mundschenken, Kämmerern und Hofjunkern entbehrlich. Als ihn aber der Kaiser durch die Abberufung vom Oberbefehl zu dem stillern Privatleben eines Landesherren verurtheilte, umgab er sich mit aller Pracht eines königlichen Hoflagers. Die monatliche Ausgabe für den herzoglichen Hofstaat, welche in dem ersten Jahre seiner Regierung nicht mehr als 1342 fl. betrug, beläuft sich zu Ende des Jahres 1630 -auf 4673 st. 3V kr. Zwei Verzeichnisse des herzoglichen

