1. r. Flucht aus den Bleykammern. 45
in diesem Complimente, und überbrachte es dem Grar fen. Ich trat sodann an den Spieltisch, verlohr einige Zechinen, ging wieder zu meiner Gesellschaft, speiscte mir ihr zu Nacht, fuhr noch des uemlichen Abends hieher, und ging gleich nach meiner Ankunft nach Hause. Noch hatte ich nicht ausqeschlafen, als mir ein unbekannter Mensch ein Billet überbrachte, worin mir gemeldet wurde, ich möchte nach der bufiola kvmr men, und dorr vernehmen, was mir il circofpetto Secretario zu sagen habe. Mir ahndete nichts Gu, kes, doch stellte ich mich ein. Anstatt mit mir zu rer den, gab der Secretaire sogleich Befehl, mich hieher zu bringen.
Ich suchte den Abbe zu überzeugen, es müsse ihm doch zur großen Beruhigung gereichen, daß er sein Vergehen kenne, und die Ursache seiner Verhafrr nehmung wisse. Hiernachst tröstete ich ihn mit der Hoffnung, daß er vermuthlich mit achttägigem Ger fängniß und einer halbjährigen Verweisung nach seiner Vaterstadt davon kommen werde. Der gute Mann, welcher sich ganz unschuldig wußte, hatte aber gar keine Idee davon, daß man ihn auf diese Art bestrar fen könne. Zeh ließ ihn bey diesem Wahn, aber meir ne Vorhersagung traf richtig ein. Zeh war fest entr schlossen, ihm seine Gefangenschaft so viel als möglich zu erleichtern, und nahm in dec That sehr vicl Antheil an seinen Leiden. Die Flöhe hissen ihn erbärmlich; dies veranlagte ihn zu der Frage, warum ich denn gar nicht auskehren lasse? Um ihn zu überzeugen, daß ich kein Schwein sey, sondern eben so gut Gefühl habe, wie er, entdeckte ich ihm alles, und zeigte ihm das Loch, welches ich gegraben hatte. Jetzt ärgerte er sich, daß er mir dies Geheimniß gleichsam abger nöthigl hatte. Ec ermunterte mich sodann, meine Arbeit noch des nemlichrn Tages zu vollenden, erbot
sich.

