und Alles zu unterlassen und zu verhüten, was irgend dieselbe verhindern könnte.
Wer das Gesetz beobachtet, der thut recht, er erfüllt seine Pflichten, übt die Tugend aus, und flieht das Lasier.
Die Ausübung der Pflichten hat Gott einem jeden gesitteten Menschen durch das gegenseitige Wohl. : ,§§ wollen so ins Herz geprägt, daß er selbst wünscht, i sie zur Erfüllung zu bringen.
Dieses innere Gefühl, und das Gewissen treibt uns zur Erfüllung unsrer Pflichten an, und hält uns von der Uibertretung derselben ab.
Bey jeder Erfüllung unserer Pflicht werden wi» durch eine innere Zufriedenheit und Freude unseres Herzens belohnt, und jede Uibertretung straft sich durch Unruhe des Gewissens, so wie auch durch die Furcht vor bösen Folgen, und oft durch allerley äußern Schaden; darum sagt man: thue nichts Böses, so widerfährt dir nichts Böses.
Das Gewissen ist es, wodurch Gott stets zrr uns spricht. Je besser du auf dasselbe merkest, desto stärker, je weniger du darauf achtest, desto leiser wird seine Stimme.
Wir würden gewiß alle Pflichten gern erfüllen, wenn uns unsere Begierden, und Leidenschaften da-

