| Gebet einer Znngfrau. 441 |

Erleuchte mich, daß ich erkenne und ; | fliehe den Heuchler und Schmeichler, } 5 der Honig im Munde, im Herzen aber <

< Gift trägt. Dein Geist sei in meinem I Herzen, daß ich erröthe vor schäm- ^ ' losen Worten und Werken. Er sei j ' in meinem Munde, daß ich nur ! ! spreche, was und wo es Dir gefällt. < l Mache mich ernst und bescheiden, }

leutselig und gefällig ohne Anstoß, j * mach' mich häuslich, fleißig, sittig. > \ Gib, daß ich mir unter Leitung mei- s ner Vorgesetzten die nöthigen Fähig-; i leiten für jenen Stand erwerbe, den s

< Du mir bestimmt hast. Mache mich s j durch die weisen Ermahnungen eines [ \ frommen Beichtvaters aufmerksam aus : ! die Gefahren, die mir drohen, und ^ { erhalte mich dadurch aus dem Wege

| Deiner Gebote, daß ich in Allem nach /

I ' der Glückseligkeit trachte, welche die l Verheißung des gegenwärtigen und j künftigen Lebens hat. )

Dann, Herr! empfehle ich Dir j meine Anliegen . , . . Ich bitte, Du \

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