3
Da Gerard von dieser Zeit an seinen Neigungen ungestört folgte, so ge- riethen seine Geschäfte nach und nach ganz in die Hände seines Buchhalters Greifs, welcher nicht säumte, mehrere einträg- ' liche Artikel für eigene Rechnung zu führen, um auf diese Weise einer Properhandlung entgegen zu steuern. Sein Hauswesen übergab er seiner Schwester, und kaum ließen ihm seine vielen Zerstreuungen Zeit, sich mit der Erziehung seiner einzigen Tochter Antonie zu befassen. So herrschten Frohsinn und Zufriedenheit im Hause; jeder lebte nach seiner Weise, ungehindert in dem Bestreben, für sich und sein Vergnügen nach Kräften ' zu sorgen.
Die Seele des Hauses war der welt- kluge Leibmedicus Wespe, ein Mann, wie er sein muß, um der Welt zu gefallen. Mit dem Frohen lachen, mit dem Traurigen weinen, uyd mit dem Gedrückten
i *

