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gewissermaßen gespannt auf den Ausgang dieser Katastrophe; noch hat sie das Eiland nicht untersucht; weiß nicht, von was für Menschen oder Thieren es bewohnt ist. 'Sie sitzt noch da, wo eine mitleidige Woge sie hintrug; jetzt hört sie aber Geräusch! sie horcht. Es kommt näher! es sind Tritte! sie lauscht noch! sie wagt nicht, um sich zu sehen; eine augenblickliche Angst befällt sie; sie schließt die Augen, sie will nicht sehen, was ihr droht; sie denkt sich ein abschreckendes schwarzes Gesicht, das mit flelschcnden Zähnen sie angrinsen, oder ein reißendes Thier, das die mächtige Kralle ihr in den Nacken schlagen wird; jetzt ist der vermeintliche Feind ganz nahe! die Angst macht sie fast besinnungslos; sie darrt in dum­pfer Qual eines entscheidenden Schlags, allein er bleibt aus! Alles ist still! Da wagt sie es, die Augen zu öffnen und erblickt vor sich den Einsiedler vom weißen Schwan! War nun auch dieser Mann, unter allen Menschen, mit denen sie wochenlang dieselbe schwimmende Behausung getheilt halte, ihr der allergleichgültigste; jetzt wo sie auf den entsetzlichsten Anblick gefaßt war, dünkte der seinige ihr fast angenebm, um so mehr, als sie daran schnell die Hoffnung knüpfte, noch an­dere, willkommnere Gefährten vielleicht bald zu erblicken. Letz­tere wurde jedoch getäuscht, denn nur Max v. Wild, dieß war des Einsiedlers Name, hatte die Insel schwimmend erreicht, einen kranken Matrosen, welcher das Rettungsboot nicht hatte erreichen können, auf starken Schultern durch die Wogen tra­gend. Aber warum batte Thekla nicht jenes rettende Boot ersaßt, welches, als der Schwan vom Blitz zertrümmert, kra­chend auseinander borst, Alle, die nicht sogleich von den Wellen verschlungen wurden, in sich aufnahm und der schnellen Möve zuführte? Hatten nicht der liebevolle Vormund, nicht der junge artige Begleiter in so dringender Noth ihrer gedacht? so fragte Wild erstaunt, und Thekla erzählte, wie die Ihrigen sie schon im Boote geglaubt, sie aber in dem Gewirr sich verspätet, in-