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Boden geworfen, so verzehrte die Flamme ihn bald und er mußte das schwere Werk immer wieder von vorn anfangen. Lange ehe Jansen und Thekla sich von ihrem Lager erhoben, war er schon an der Arbeit, Holz und Lebensmittel herbeizuschaffen. Jansen empfahl stets die größte Schonung der Waldung wie des Viehstandes aus ihrer umflutheten Herrschaft, da sie nicht wissen könnten, sagte er, wie lange es ihnen beschieden sey, hier zu wohnen, sie folglich auch noch für die Zukunft Sorge tragen müßten. Thekla uannte ihn deshalb den „Con- servator" und machte ihm besonders zum Vorwurf, daß er dasselbe Schonungssystem, was er bei den äußern Bedürfnissen beobachtet sehen wollte, auch bei seinen Erzählungen in Anwendung brachte und oft, wenn sie am liebsten noch mehr gehört hätte, abbrach, um auch für den kommenden Tag noch Etwas aufzuheben.
An die äußern Entbehrungen hatte Thekla sich bald gewöhnt; der Hunger war, wie das Sprüchwort sagt, ihr bester Koch; überdieß versicherte Wild sie: Fasten erhalte den Geist frisch, und so machte sie aus der Nothwendigkeit eine Tugend. Beide junge Leute vereinigten sich in der Sorge um ihren alten Freund; die besten Bissen und alle Bequemlichkeit waren für ihn. Einige Flaschen Wein, welche sich unter den herangeschwemmten Gegenständen befanden, spendeten ihm, wenn gleich in sehr kleinen Portionen, die Stärkung, welcher seine schwindenden Kräfte gar sehr bedurften; auch war es ihnen gelungen, sich Brod, ähnlich dem Haserbrod der schottischen Bauern oder dem Nindenbrod des Norwegers, zu verschaffen. Sie bucken dasselbe ans einer Art Buchweizen, welcher sich auf der Insel fand; dieß war Thekla's Amt geworden. Sie wurde immer geschickter zu all' den ihr obliegenden Geschäften, und die Noth machte sie erfindungsreich. Jansen hatte ihr eine Spindel geschnitzt, und lehrte sie die baumwolleähnlichen, gelbweißen Flocken spinnen, welche den Saamen einer hier üppig wuchernden Staude umgaben.

