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endlich die Kinderchen angelangt, so setzten sie sich still auf den ^ritt zu Thekla's Füßen, sahen einander stumm an, baumelten mit den Beinen, spielten mit ihren Fingern, schoben die Zunge von einem Mundwinkel in den andern; in der ungewohnteren Umgebung waren sie nicht so aufgethaut wie in ihrem Schul­stübchen, und wären wohl gar wieder schweigend abgezogen, hätte Thekla sie nicht durch Fragen ermuntert. Dann mußten die auf Pappe gezogenen Bibelbilder herbei, das Eine oder Andere konnte schon selbst die darauf enthaltenen Scenen ange­ben; Thekla ließ sie ihre gelernten Sprüche wiederholen, bis die Zeit der Kinderlehre kam, welche der Pastor allsonntäglich Nachmittags hielt. Zwar sollten die ganz Kleinen noch nicht mit, aber es war ein solcher Eifer in sie gekommen, daß sie sich nicht halten ließen, und unter Angelobung größter Ruhe sich mit in die Kirche drängten. Der Pastor stand am Altar und die Kinder saßen vor ihm; man saug ein Lied, dann erhob sich die erste Klasse und trat um den Altar; oft mußten die Kleinen znrückgewiesen werden, die auch gleich mit hinan woll­ten; die Größeren wurden über einen der Glaubensartikel exa- minirt; wenn sie zurücktraten, kam die zweite Klasse, und es wurde die Auslegung eines Gebotes vorgenommen; es war rührend, wie der freundliche Geistliche da einging in die geringe Begriffsfähigkeit der Kinder; wie er in ihrem eigenen Volks­dialekt zu ihnen redete, unermüdlich dasselbe wiederholie, um ihnen z. B. begreiflich zu machen: Wer ihr Nächster sey! Endlich kamen die Kleinen in vollen Sprüngen an den Altar und sagten Jedes einen Spruch; tief zu ihnen gebückt, lauschte der gütige Pastor ihrem Lallen, oft kaum sie verstehend, doch schon befriedigt durch ihren guten Willen und Besseres in der Zukunft voraussehend; man schloß mit einem Gesang und die Kinderlehre ward auch manchem Großen zum Segen.

Der Sonntag in Friedshagen war überhaupt ein echter Feiertag; die erquickende und stärkende Predigt strahlte ihr