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Klippe des Wohlthuns, nicht etwa selbstgefällig zu sagen: „Das habe ich gethan!" — Nein, was wir auch thun, thut allein der gnädige Gott durch uns; kein Dank des Armen gebührt uns, dem Werkzeug, sondern dem Meister, in dessen Hand wir erst tüchtig wurden, Gutes auszuführen, und wie wir selbst täglich und stündlich nur Dank darzubringen haben, wenn der Herr uns würdigt, seine Gaben auszutheilen.
Max sah sich so um einige Schritte dem Ideal näher, das ihm bei seinem neuen Lebensabschnitt vorschwebte, nämlich so weit seines Vaters Territorium reichte, so weit man ihn: „unser junger Herr" nannte, einen ächt christlichen Staat im Kleinen begründet zu haben, wo Alle ein neuer gewisser Geist beseelte; wo Jeder den Andern als Bruder grüßte, und angenehm war vor Gott und den Leuten, und Allen, die im Lande wohneten; wo die Meisten für des Andern Bestes so gern gehandelt hätten, wie für das eigne, und sich des Apostels Worte zu eigen machten: Alle Eure Dinge lasset in der Liebe geschehen. Die Meisten dachten so, Gottlob! doch Alle nicht! Bis zu des Herrn Wiederkunft wird es so seyn, daß Gute und Böse neben einander wohnen; die letzteren sollen aber den Besseren nur ein Mittel seyn, sich mehr und mehr zur Vollkommenheit zu entwickeln, denn ohne Prüfung, ohne Widerwärtigkeit, Zwang und Kamps, würde ihre Kraft ja nicht erstarken; womit sie Den in seinem Werk verherrlichen sollen, von Dem Alles kommt, und zu Dem Alles zurückgeht: den Herrn Herrn!

