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noch mehr zu thun, daß er ein Glied der Ge­meinde werden möge, und für sich selbst ein ruhi­ges Gemüth habe?

Antwort.

Wann der wahre und seligmachende Glaube bey dem Menschen ist, daß er glaubet, daß ein Gott ist, und auch ein Vergelter seye deren die ihn suchen und fürchten, so stehet der Glaube bey solchem Menschen nicht still, sondern gehet von Staffel zu Staffel fort, und von Tugend zu Tugend, von Gebot zu Geboten, und bewei­set seinen kindlichen Gehorsam in allem, was ihm zu seiner Seelen Seligkeit dienen kan, also daß sich die Worte ganz auf ihn schicken, Rom. 6. v. 17. Gott sey gedanket, daß ihr Knechte der Sünden gewesen seyd, aber nun gehorsam worden, von Herzen, dem Fürbild der Lehr, wel­chem ihr ergeben seyd; diest Beweisung des Ge­horsams ist dann eine Willfährigkeit, das Joch Christi auf sich zu nehmen, gleich wie er alle buß­fertige Herzen zu ihm ruffet: Kommet her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seyd, ich will euch erquicken, nehmet auf euch mein Joch, und lernet von mir, dann ich bin sanftmüthig, und von Herzen demüthig, so werdet ihr Ruhe sinden für eure Seelen, Matth. 11. v. 28, 29. Und dieses ist der freye offene Brunn gegen oder für die Sünde, Zach. 13. v. 1. wohin die Apostel alle betrübte und geangstigte Seelen und Menschen gewiesen, als Philippus den Kämmerer, Act. 8. Petrus den Cornelius und die Seinigen, Act. 10 . Paulus den Kerckermeister, Act. 16 . t>. 31.

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