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yom jüdischen Felde, oder richtiger vom praktischen Wirken unter meinen jüdischen Stamm esbrüdern mich abgewandt, mein Denken und Arbeiten andern Gebieten zugewandt haben. Aber „um Zions willen schweige ich nicht, und um Jerusalems willen bin ich nicht stille."
Unmöglich kann ich in den engen Rahmen eines einzigen Vortrags ein vollständiges Bild des jüdischen Lebens in unsern Landen einfügen wollen; unmöglich kann ich die Absicht haben, vor Ihnen heute ein Thema zu erschöpfen, zu dessen gehöriger Besprechung ein umfangreicher Band kaum genügen dürfte. Ich will daher nur mit wenigen Worten einen Uebelstand darlegen, der unter den amerikanischen Juden heimisch ist, und dann zu der näheren Besprechung dessen übergehen, was ich zur Beseitigung des Uebels und zur Anbahnung eines bessern Zustandes als unerläßliche Bedingung erachte. Der Uebelstand, den ich im Auge habe, ist Ignoranz in religiös-jüdischen Dingen; das Gegenmittel ist Gründung und Pflege geeigneter jüdischer Schulen.
Mein Vortrag hat daher zum Thema: Das jüdische Schulwesen in Amerika. In der Behandlung dieses Thema's gedenke ich die Berhältnisse in hiesiger Stadt Chicago besonders zu berücksichtigen.
Die Wichtigkeit geeigneter jüdischer Schulen ist ziemlich allgemein zugegeben. Die Schulfrage ist in der amerikanischen Juden- heit zu einer brennenden Tagesfrage geworden. Aber welche halbklare, unklare und gänzlich verkehrte Ansichten vernimmt man nicht in Bezug aus dieselbe I Lassen Sie heute uns gemeinsam die Lösung dieser Frage versuchen, — ich, indem ich die Resultate meines Nachdenkens über dieselbe Ihnen vorlege; Sie, indem Sie meine Antwort aus die Schulfrage zum Gegenstände Ihrer Erwägung machen, meinen Ansichten entweder beistimmen, und sie dann noch Maßgabe Ihrer Kräfte verwirklichen helfen, oder denselben Ihre Zustimmung versagen, weil sie Ihnen irrig erscheinen. Von

