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und biblische Satzungen, auf die das sachkundige „gesetzestreue" Zudenthum den höchsten Werth legt und legen muß, (wie z. B. Speisegesetze, Sabbathfeier, Rasirverbot, Eheverbote unter gewissen Verwandten u. s. w.,) ganz ohne irgend welche Beachtung lassen, ja daß sie noch im höchsten Grade erstaunt sind, wenn man ihnen sagt, es sei diese oder jene biblische oder thalmudische Vorschrift, von der sie eben gar nichts wissen, eine Forderung des orthodoxen IudenthumS. Kein Wunder, wenn ein anderer Theil der amerikanischen Zudenheit in ihrer Unwissenheit von irgend Jemanden, den Liebhaberei, amtliche Stellung oder Mangel an einer sonstigen ehrbaren Beschäftigung zur Beeinflussung des jüdischen Lebens bestimmt, sich zu den prinzipienlosesten, der innersten Widersprüche vollsten, wunderlichsten und verderblichsten Neuerungen bewegen läßt. Es wäre ungerecht von uns und gegen die Wahrheit der Thatsachen, wollten wir die jüdische Unwissenheit bloß im Lager der sogenannten Orthodoxie aufsuchen, und wollten wir leugnen, daß auch unter den sogenannten Reformern eine bedeutende Summe derselben zu sinden ist.
Wir haben eine ganz eigene Gattung jüdischer Orthodoxen in Amerika, über die unsere ehrlichen altgläubigen Brüder in der transatlantischen Welt verwundert den Kopf schütteln würden, und zu denen sie sagen würden: Ihr gehört nicht zu uns, und eure Orthodoxie ist nicht die unsrige. Und wir haben auch eine ganz eigenthümliche Gattung von Reformern unter uns, deren Leben und Treiben die in sich klaren europäischen Reformer zum Kopfschütteln veranlassen und das llrtheil hervorrufen würde: Bei diesen Leuten herrscht Unklarheit, Unwissenheit, Prinziplosigkeit; Hauptsachen behandeln sie als nebensächlich und untergeordnet, und kleinliche Aenßerlichkeiten, Beseitigung irgend einer harmlosen alten, oder Schaffung irgend einer nichts bedeutenden neuen Förmlichkeit sind ihnen weltgeschichtliche Thaten. Wie kann das Urtheil auch anders ausfallen? Die Verkehrtheiten und Lächerlichkeiten, die in

