jedenfalls hebend, bildend, fördernd, und ist ein bedeutendes Moment und gewichtiger Factor selbst im moralischen Leben des freien Mannes. Aber ihre Ausschreitungen und Ausartungen sind nun einmal ein Gefolge der vollen Freiheit, die wir mit in den Kauf nehmen muffen. So muß es uns denn doppelt und dreifach heilige Pflicht sein, der Ignoranz einen Damm entgegen zu setzen, Bildung und Wissen zu verbreiten.

Es ist wahr, wir haben auch in der Masse der amerikanischen Judenheit viele recht gute, einige ganz ausgezeichnete Elemente; doch diese sind in der Minderheit. Wir haben auch unter den Führern eine Anzahl, denen wir ob ihres selbstlosen heiligen Eifers, ihres edlen, sich selbst bewußten Strebens, ihres bedeutenden Wis­sensreichthums innigste Achtung und Verehrung zollen. Aber die feindlichen Mächte sind zahlreich und nicht leicht zu bewältigen. Die Arbeit ist eine herkulische, und die Anzahl der treuen und befähigten Arbeiter ist eine geringe.Ein Knabe kann sie auf­schreiben."

Wie ist nun dem Uebel der Ignoranz zu steuern? Durch Förderung des Wissens um jüdische Dinge. Und wie kann solches Wissen am Besten und Gründlichsten gefördert werden? Durch zweckmäßige Schulanstalten. Hoffentlich sind wir Alle darin einverstanden.

Doch nein, nicht Alle stimmen hier zu.Ei was! so hören wir die überklugen Stimmen Mancher, die sich auf ihre Fortgeschrittenheit, auf ihrenKosmopolitismus" nicht wenig zu Gute thun mögen,-ei was! Wozu Wissen um jüdische Dinge? Wozu eigene jüdische Schulanstalten? Ein religiöses Wissen ist etwas ganz überflüssiges; religiöse Gelehrsamkeit ist Sache der Theologen; Sache Aller ist reine Gesinnung und rechtschaffener Lebenswandel."

In einer religiösen Genossenschaft, die ganz vorauSsetzungöloS sich ihren Cultus construirte und denselben einzig und allein aus